Gedanken zum Wochenspruch

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“
(Johannes 12,24)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in Zeiten von Corona wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass das Virus stirbt, seine Wirkungen, ob in Symptomen erkennbar oder auch nicht, verpuffen, weil es keine neuen Träger mehr findet.
Der Tod des Coronavirus, das wäre in der Tat eine fruchtbare Sache.

Aber so einfach scheint es momentan nicht zu sein. Bis das Virus seine auch tödlichen Auswirkungen nicht mehr zeigen kann, ist auch ein „Sterben“ bei uns gefragt. Denn wir können mit dazu beitragen, indem wir möglichst unsere sozialen Kontakte in Form von Begegnungen und Treffen auf ein Minimum reduzieren. Das fällt nicht leicht, ist aber aufgrund seiner Wirkungen mit das Wirkungsvollste, was wir tun können. Wenn wir unsere sozialen Kontakte so sterben lassen, bringen sie viel Frucht, solches Verhalten wirkt sich vielfach positiv aus.

Zum einen für mich selbst, dass ich mich vor einer Infektion so lange wie möglich schütze. Das gilt für jeden und jede, aber insbesondere für die Menschen der Risikogruppen, die Außenkontakte vermeiden sollten.

Zum anderen wirkt es sich positiv aus, dass sich dadurch der rasante Anstieg der Ansteckungszahlen verlangsamt und unser Gesundheitssystem nicht kollabiert.

Soziale Kontakte können auch andere Formen annehmen. Wir greifen wieder verstärkt zum Telefon, haben Zeit zum Erzählen und zum Hören. Das Telefon bietet hier mehr als eine Whatsapp-Nachricht. Ich schreibe nicht nur, sondern ich höre die Stimme des Gegenübers.

 

Ist es nicht sonderbar? Gerade als ich mir diese Gedanken mache, bekomme ich einen Anruf von einer Frau aus der Gemeinde. Sie macht das Angebot werktags von 14 – 19 Uhr anrufbar zu sein, und die Möglichkeit zu schaffen, Einsamkeit zu durchbrechen und einfach miteinander zu sprechen. Eine tolle Idee. Solche Ideen sind gefragt, bis sich die Zeiten wieder geändert haben.

 

Die Zeiten werden sich auch wieder ändern, davon bin ich überzeugt. Wir werden wieder einander begegnen können, miteinander Gottesdienste und Feste feiern können. Aber die momentane Situation fordert von uns etwas anderes.

Jesus macht ja mit diesem Wort deutlich, dass er den Weg des Leidens ans Kreuz gehen muss. Wenn er sich ihm verweigern würde, wäre letztlich sein Kommen in unsere Welt sinnlos gewesen. So kann dieses Jesuswort auch für uns eine Ermutigung sein, jetzt manches Leiden auf uns zu nehmen, Verzicht zu üben, denn es lohnt sich.

Jesus ist den Leidensweg gegangen. Er weiß somit, was Leid bedeutet. Und er lässt uns im Leid nicht allein. Er ist bei uns. Darauf dürfen wir uns verlassen.

 

Ihr Pfarrer

Christof Mosebach

 

PS.: Bärbel Schäfer – sie ist die erwähnte Frau – ist in der besagten Zeit unter der Telefonnummer 07193 2740020 zu erreichen.
Wer ebenso hier bereit ist mitzumachen, darf sich gerne in den Pfarrämtern melden.

 

Gebet:

Jesus, danke, dass du den Leidensweg gegangen bist. Du kennst das Leid. Mache uns Mut, das Leiden dieser Tage miteinander zu tragen. Lass uns dabei deine Hilfe und deinen Beistand erfahren. Amen

 

 

Corona-Informationen

Anlässlich der dynamischen Entwicklung durch die Ausbreitung des Corona - Virus wollen wir uns an die Empfehlungen der Landeskirche halten.


Bis auf Weiteres sind alle Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen abgesagt, unsere Gemeindehäuser geschlossen  und seit dem 19. März auch die Pfarrämter.
Die momentane Empfehlung gilt bis nach Ostern.
Über Änderungen werden wir Sie auf dieser Homepage informieren.

 

Liebe Gemeindeglieder,

Im Namen des Kirchengemeinderates bedauern wir diese Entwicklung sehr und wir können nur beten, dass Gott bald eine Wende der Situation schenkt.
Trotz allem dürfen wir als Christen wissen, dass wir in Gottes Hand stehen und er die Macht auch über Viren hat. Vielleicht dient auch diese Krankheit dazu, dass wir uns neu auf Gott besinnen und wir uns bewusst wieder ganz neu an ihn wenden.

Im Namen des Kirchengemeinderats wünschen wir Ihnen Gottes Bewahrung in dieser Situation. Wir wollen verantwortungsvoll in dieser Situation handeln und maßvoll damit umgehen.

Mit Mitteilung vom 18. März hat der Oberkirchenrat die Schließung aller Pfarrämter angewiesen.
D.h. unsere Sekretärinnen sind in Homeoffice und nicht in den Pfarrämter als Ansprechpartner greifbar.
Seelsorgerlich begleiten wir Sie auf Wunsch telefonisch, in dringenden Fällen besuchen wir Sie gerne auch persönlich.

Sie können sich jederzeit gerne an uns wenden:
Pfarrer Andreas Kinzel: Tel.: 07194 209 oder per E-Mail: pfarramt.spiegelberg@elkw.de
Pfarrer Christof Mosebach: Tel.: 07193 356 oder per Mail:
pfarramt.sulzbach-murrdontospamme@gowaway.elkw.de

Wenn Sie darüber hinaus praktische Hilfe beim Einkaufen oder sonstigem benötigen, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll ans Pfarramt.

Auch wenn im Augenblick in den Kichen kein Gottesdienst stattfindet, weisen wir hier auf folgende Gottesdienste hin:

                Fernsehgottesdienste der öffentlichen Sender

                Gottesdienste auf „Bibel TV“ unter www.bibeltv.de/livestreams

                http://livestream.schoenblick.de

    Gottesdienste aus dem Dekanat Waiblingen online:
    https://www.facebook.com/Kirchenbezirk.Waiblingen/

                Eine Zusammenfassung verschiedener Online-Formate aus ganz Württemberg:

                https://www.youtube.com/channel/UCge72-yBJ3a1WSrSjreUo1A/featured

 

Auch auf unserer eigenen Homepage werden wir verschiedene Angebote veröffentlichen.
Ein Blick darauf lohnt sich immer wieder.

Bitte unterstützen Sie, wo möglich, ältere Gemeindemitglieder bei der Nutzung dieser Inhalte.

In diesem Sinne wünsche wir Ihnen alles Gute und Gottes Hilfe.
Bis auf weiteres, Ihre

Pfarrer Andreas Kinzel und Pfarrer Christof Mosebach